Geschichte

Start der Bauphase: Eine Kranken- und Entbindungsstation für Sien

Schon sehr bald zu Beginn der Partnerschaft stand eine Kranken- und Entbindungsstation ganz oben auf der Wunschliste der Bevölkerung von Sien, um eine medizinische Versorgung vor Ort zu ermöglichen. Die nächste Krankenstation ist im 6 Km entfernten Zouma. Diese Krankenstation ist in der Regenzeit nicht leicht zu erreichen, weil ein reißender Fluss die Straße blockiert. Damit ist es für Schwangere und Kranke nahezu unmöglich, dorthin zu gelangen. Leider musste man bei näheren Erkundigungen feststellen, dass der Gesundheitsplan des Landes Burkina Faso solch ein Vorhaben nicht unterstützen würde. Es war vorgesehen, nur alle zehn Kilometer jeweils eine solche Station zu bauen. D.h., wenn wir eine Kranken- und Entbindungsstation finanziert hätten, wäre vom Staat kein Personal dorthin entsandt worden. Also geriet das Projekt zunächst wieder in Vergessenheit.
Als Hella Kohlmeyer dann in ihrem Sabbatjahr 2012/13 in Sien an der weiterführenden Schule Deutschunterricht gab, kam beim abendlichen Dolo verschiedentlich auch das Thema „Dispensaire“ (Krankenstation) ins Gespräch. Es stellte sich heraus, dass die Pläne des Gesundheitsministeriums dahingehend geändert worden waren, dass nun ein Radius von 5 Kilometern zugrunde gelegt wird.
Daraufhin fand ein reger Mailaustausch von Sien nach Aukrug statt. Branko Irek und Reimer Reimers besprachen sich mit dem Vorstand, und man war sich einig, dass man eine „kleine Krankenstation“ mit Vereinsmitteln hinbekommen würde. Im Laufe der Planungen wurden die Anforderungen an die Station seitens des Staates Burkina Faso höher und höher, so dass sich das Projekt mit fast 170.000 Euro zu dem teuersten der Vereinsgeschichte auswuchs.

Unsere Delegation hat im Oktober 2014 zusammen mit den Verantwortlichen in Sien auch den Bauplatz besichtigt.

Unsere Delegation hat im Oktober 2014 zusammen mit den Verantwortlichen von Sien den vorgesehenen Bauplatz besichtigt.

Die Planungen wurden konkreter und es entstanden genaue Baupläne- und Zeichnungen. Die Vorgaben des Landes sind hoch. So müssen die Kranken- und Entbindungsstation räumlich getrennt gebaut werden. Das gilt auch für die Toiletten der beiden Einrichtungen. Weiter wird ein eigener Brunnen gefordert. Damit vom Land qualifiziertes Personal geschickt wird, muss das Dorf zudem 2 Wohnungen plus Sanitäreinrichtungen für die Pfleger zur Verfügung stellen.
Im Dezember 2014 reichte Ina Köhler einen detaillierten Finanzierungsplan und die Projektunterlagen bei BENGO ein. BENGO gibt es seit 1988. Es ist zuständig für die Beratung zur BMZ-Förderung für private Träger in der Entwicklungszusammenarbeit. Erst wenn Bengo einen Antrag für förderungsfähig hält, wird er beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) eingereicht. Ina hatte über Monate intensiven Kontakt mit Bengo, um alle Detailfragen zu klären. Im Mai 2015 wurde zur großen Freude des Vereins unser Förderantrag genehmigt. Das Projekt wird zu 75 % der Gesamtkosten vom BMZ gefördert. Der Rest besteht aus der Eigenleistung der Bevölkerung von Sien, sowie den Eigenmitteln des Partnerschaftsvereins Aukrug-Sien. Neben dem Baugrundstück hat sich jede Familie in Sien vertraglich verpflichtet, einen gewissen Anteil an Baumaterial zu stellen. Unsere Delegation konnte sich selbst davon überzeugen, dass jetzt rund um das Baugelände schon fleißig Material gelagert wird. Der Rotary-Club Neumünster-Vicelin beteiligt sich an den Kosten für die Ausstattung und das Mobiliar.
Das Projekt wird in zwei Abschnitten durchgeführt. Zunächst wird der Brunnen und die Krankenstation und ein Wohnhaus für einen Pfleger fertiggestellt, dann in 2016 die Geburtsstation plus einem weiteren Wohnhaus für den zweiten Pfleger in Angriff genommen.
Die Mittel können abgerufen werden, sobald wir eine schriftliche Projektvereinbarung mit Sien geschlossen haben. Trotz beginnender Regenzeit sind wir zuversichtlich, dass die Auftragsvergabe und der Baubeginn in Kürze erfolgen wird. Branko Irek wird für uns die Baustelle Ende 2015 und 2016 besuchen.
Neben der Bevölkerung von Sien, profitieren auch die Nachbargemeinden Niéme, Nyon, Siépa und Goa von der Krankenstation. Zusammen sind das zirka 3-4000 Menschen.
Wir drücken kräftig die Daumen für einen reibungslosen Verlauf der Bauarbeiten. So können wir mit etwas Glück vielleicht zu Beginn des Jahres 2017 zur Einweihung nach Sien fahren.

 

23 Mai 2015

2014 – Ein außergewöhnlicher Besuch in Sien

Bei der Abfahrt in Richtung Flughafen hatte sich unsere Delegation, bestehend aus Hella Kohlmeyer, Heidemarie Seider, Carsten de Vries, Branko Irek und Reimer Reimers sicher nicht vorgestellt, plötzlich inmitten eines Volksaufstandes zu stehen. Schien bis dahin die Ebola-Epidemie doch das größte Problem in einigen afrikanischen Ländern zu sein. Burkina Faso ist übrigens Ebola-frei.
Die Anreise gestaltete sich schwieriger als sonst. Wegen einer Präsidentenversammlung in der Hauptstadt Ouagadougou wurde der Flughafen kurzzeitig für den „normalen“ Flugverkehr gesperrt. Der Flieger setzte seinen Linienflug daraufhin ohne Landung nach Abidjan an die Elfenbeinküste (Republik Côte d’Ivoire) fort. Abidjan liegt ca. 850 km weiter Richtung Südwesten am Atlantik. Nach einem kurzen Aufenthalt in Abidjan ging es auf dem Rückflug endlich in die Hauptstadt Ouagadougou.
In Ouagadougou wurde zweimal übernachtet. Am Tag 2 wurde in der Bank Geld umgetauscht. Am dritten Tag ging es begleitet von 2 jungen Leuten unserer Freunde aus Ouagadougou via Mietwagen ins Dorf. Die ersten 250km sind gut ausgebaut und asphaltiert. Die letzten 50km sind im Moment selbst für Burkinische Verhältnisse in einem sehr schlechten Zustand. Die gerade zu Ende gegangene Regenzeit hat tiefe Spuren in der Piste hinterlassen. Am Nachmittag kamen schliesslich im Dorf an. Nach der Begrüssung wurden den Gästen die Quartiere zugewiesen und ein sorgfältig ausgearbeitetes Besuchsprogramm überreicht. Im Vorfeld war von der Reisegruppe der Wunsch geäußert worden, nicht von Termin zu Termin hetzen zu wollen. Und so gab es diesmal auch „nur“ zwei offizielle Termine am Tag.
Am Abend war noch Zeit, den Staudamm zu besuchen, bevor es dunkel wurde. Der Staudamm befindet sich in einem hervorragenden Zustand, wie Branko Irek bestätigen konnte. Branko (von Beruf Architekt) hatte 2010 persönlich die Sanierungsarbeiten beaufsichtigt und die Freunde aus Sien fachlich beraten. Jetzt direkt nach der Regenzeit ist das Regenrückhaltebecken gut gefüllt. Von der Staumauer aus kann man die Fische beobachten, welche eine wichtige Nahrungsquelle darstellen.

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Das Regenwasserrückhaltebecken ist am Ende der Regenzeit gut gefüllt.

Am darauffolgenden Tag wurde die Aids-Selbsthilfegruppe des Dorfes besucht, in der es ca. 30 Mitglieder gibt. Die Medikamente werden vom Land für die Erkrankten kostenlos zur Verfügung gestellt. Leider ist es so, das nicht immer ausreichend Medikamente vorhanden sind. Diese Versorgungslücken sind für die Betroffenen eine gefährliche Zeit. Aids lässt sich mit den entsprechenden Medikamenten gut behandeln. Die Lebenserwartung ist dadurch enorm gestiegen. Die Regierung beschränkt sich auf die Lieferung der Medikamente. Eine gesundheitliche Aufklärung findet statt, aber in diesem Bereich könnte noch viel mehr geschehen. Diese wird von den Selbsthilfegruppen in zum Teil in Eigenregie und auf eigene Kosten betrieben. Der Partnerschaftsverein plant eine Spendenaktion zu organisieren, um die Selbsthilfegruppe bei ihrer Aufklärungs- und Beratungstätigkeit zu unterstützen.

 
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Bei einem Besuch der Adesi-Jahreshauptversammlung wurden die offiziellen Gastgeschenke übergeben. Dazu gehörten 2 Sätze (40 Stück) blaue Fußballtrikots (mit den Wappen von Aukrug und Sien ), sowie 15 Kalender für 2015 mit Motiven des Dorfes , welche begeistert bestaunt wurden.
Zu einem anderen Anlass wurden noch zahlreiche persönliche Gastgeschenke verteilt, welche die Gruppe im Gepäck hatte.

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Wichtiger Bestandteil der Reise waren intensive Gespräche zu allen Themen. Unter anderem wurde über die Krankenstation gesprochen. Dem Vorstand wurden umfangreiche Bauunterlagen überreicht, welche Branko Irek jetzt prüfen wird. In den Unterlagen befanden sich auch die Angebote regionaler Baufirmen, welche die Krankenstation gerne bauen würden. Auch diese Angebote müssen zunächst geprüft werden. Für den Bau ist wieder ein hoher Anteil Eigenleistungen geplant. Es wurde von den Dorfbewohnern eine Liste angefertigt, in der steht, wer welche Leistungen zu erbringen hat. Gemeinsam wurde auch der Bauplatz in Augenschein genommen. Erste Baumaterialien wurden durch die Einwohner bereits bereitgestellt. Wenn alles glatt läuft mit der Beantragung von Fördermitteln (schätzungsweise 60-70 Prozent), soll der Bau 2015 beginnen. Als Bauzeit wurden 2 Jahre kalkuliert. Die Baukosten werden sich auf ca. 120000 Euro belaufen. Dazu kommt noch die Einrichtung der Räume mit Mobilar und medizinischem Gerät.

Nach dem Regenwasserrückhaltebecken und der Schulerweiterung ist die Geburts- und Krankenstation das dritte Großprojekt, welches vom Partnerschaftsverein unterstützt wird.
Die Stipendiaten, welche von Rotary Neumünster Vicelin gefördert werden, wurden der Reisegruppe bei einem Treffen persönlich vorgestellt. Waren es 2013 noch 7, so sind es 2014 schon 10 Schüler, denen ein Studium ermöglicht wird. Die Auswahl wird in Deutschland anhand der eingereichten Bewerbungen getroffen.

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Am Sonntag ging es nach Toma, um dort das „Fest der neuen Hirse“ zu besuchen.

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Nach dem Gottesdienst in der Kirche und dem Besuch des Marktes wurde das Stadion vom Toma besucht, wo Ringkämpfe ausgetragen werden. Teilnehmer aus allen Dörfern nahmen daran teil. Für Besucher ein beeindruckendes Erlebnis.

 
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Beim Kulturabend in Sien wurde ausgelassen getanzt und getrommelt.
Am Montag hies es bereits Abschied nehmen vom Dorf. Die Reise ging weiter nach Bobo-Dioulasso (zweitgrößte Stadt Burkina Fasos). Dort gab es ein Treffen mit Rotary Bobo-Dioulasso, um zu klären, wie die zurückgezahlten Gelder aus dem ausgelaufenen Mikrokreditprojekt weiter verwendet werden könnten und ob eine Förderung des Baus der Krankenstation möglich sei.

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Übernachtet wurde in der katholischen Mission. Im Laufe des Tages gab es erste Anzeichen für Unruhen in der Stadt in Verbindung mit einer geplanten Verfassungsänderung in Bezug auf die Präsidentenwahlen. Deshalb wurde die Rückreise nach Ouagadougou um einen Tag vorgezogen, da befürchtet wurde, dass man sonst wegen Straßenblockaden nicht mehr in die Hauptstadt gelangen könnte.Für den 30.10. war im Parlament eine Abstimmung über eine Verfassungsänderung geplant, mit der sich Präsident Blaise Compaoré nach 27 Jahren im Amt eine weitere Amtszeit sichern wollte. Die Proteste des Volkes schlugen in Gewalt um. Das Regierungsgebäude wurde gestürmt und angezündet.

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Der für Freitag geplante Rückflug wurde von Brüssel Airlines gestrichen. Am Samstag fuhr man zum Flughafen, um mit einem Ersatzflug über Casablanca auszufliegen. Leider wurde der Flughafen zwischenzeitlich geschlossen, so das auch diese Möglichkeit verwehrt blieb.Zusätzlich war eine Ausgangssperre verhängt worden.
Inzwischen gab es kein Internet mehr in der Hauptstadt, so dass versucht wurde über Freunde in Deutschland eine Umbuchung zu organisieren. Dies gelang auch zunächst. Es wurde auf einen Flug mit Air France umgebucht. Dabei ergab sich ein neues Problem, da die Tickets nicht umgeschrieben worden waren. Wieder wurde von Deutschland aus telefoniert. Nach längerer Diskussion wurden die Tickets schliesslich in Kapstadt (Südafrika!) umgeschrieben und elektronisch an Branko Irek geschickt. In der Mission wurden die neuen Tickets ausgedruckt.
Montag Mittag konnte man endlich über Lomé (Hauptstadt von Togo) nach Paris ausfliegen. Mit 3 Tagen Verspätung landete die Gruppe am Dienstag wohlbehalten in Hamburg. Abgesehen von den etwas holprigen Reisebedingungen war die Reise sehr erfolgreich.

09 Nov 2014

Bau einer Kranken- und Geburtsstation

Eine medizinische Notfallversorgung gibt es nicht in Sien. Die Krankenstation im Nachbardorf ist 6 km entfernt. In der Regenzeit ist sie aber auf direktem Weg nicht zu erreichen.

Deshalb ist die Regierung bereit, in Sien eine Krankenstation zu genehmigen. Dazu muss das Dorf die erforderlichen Gebäude bauen und später auch unterhalten. Das erforderliche Personal, zwei Krankenpfleger, wird von der Regierung geschickt. Einen Arzt gibt es in der Regel nicht in den Krankenstationen.

Das ist ein sehr umfangreiches Projekt, vergleichbar mit dem Bau der Schule. Mit den Erfahrungen aus der Verwirklichung früherer Projekte soll es jetzt in Angriff genommen werden. Wir rechnen mit einer Dauer von drei bis vier Jahren.

Nach den neuesten Berechnungen und Plänen, wird das Kostenvolumen des Projektes bei ungefähr 105.000 Euro liegen. In dieser Berechnung noch nicht berücksichtigt, sind die Ausstattung und Möblierung.

Update August 2014:

Die Planungen für dieses Projekt sind inzwischen weit fortgeschritten. Wir haben der Organisation ADESI (der Partnerschaftsverein in Sien) eine vorläufige Finanzierungszusage erteilt, da diese vor Ort benötigt wird, um Genehmigungen für das Projekt zu erhalten. Über bengo (Beratungsstelle für private Träger in der Entwicklungszusammenarbeit) wurde das Projekt beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung vorangemeldet, um für 2015 Fördermittel zu beantragen. Der entgültige Antrag wird in Kürze eingereicht, da es 3-4 Monate dauern kann, bis der Antrag bearbeitet und  bewilligt wird. Welcher Prioritätenkategorie unser Antrag zugeordnet wurde, erfahren wir spätestens Anfang November.

Vom 20.-31. Oktober reist eine 6-köpfige Delegation nach Sien. Neben dem Treffen langjähriger Freunde, wird zusammen mit der Dorfbevölkerung das Jubiläum gefeiert werden. Der Aufenthalt soll aber auch für eine Detailbesprechung des Projektes genutzt werden.

Hella Kohlmeyer hat sich die Krankenstation im Nachbardorf angesehen. Dazu gehören ein Haus für die Notfallversorgung, ein Haus für Entbindungen, ein Lagerhaus für Medikamente und medizinische Hilfsmittel und ein Wohnhaus für die Pflegekräfte.

Unten sind Bilder der Krankenstation, die Hella sich angesehen hat.

Station für die Notfallversorgung
Entbindungsstation
Lager für Medikamente
Wohnhaus für Krankenpfleger
Ein Baby wird gewogen
Die Länge eines Babys wird gemessen

16 Apr 2014

Positive Effekte der langjährigen Entwicklungshilfe

Durch eigene Bemühungen der Bewohner Siens und der verantwortlichen Behörden vor Ort sind zwei Projekte in Sien verwirklicht worden, die einen weiteren Schub für die Entwicklung unseres Partnerdorfes gebracht haben.

Durch einen ehemaligen Bewohner Siens, wurde der Bau einer einzügigen privaten Realschule mit einem Aufbaugymnasium verwirklicht.

Das Dorf wurde zwischenzeitlich an das Elektrizitätsnetz angeschlossen, was entscheidende Verbesserungen in vielen Bereichen ermöglicht. z.B. Bildung und Information durch Fernsehen und Internet, bessere Möglichkeiten zur Fortbildung am Abend nach der Arbeit (Beleuchtung) und der Betrieb von elektrischen Geräten im Arbeits- und Haushaltsbereich.

Satelitenanlage

Satelitenanlage

Beleuchteter Klassenraum

Beleuchteter Klassenraum

Dadurch wurden die Bildungschancen der Dorfjugend erheblich verbessert, weil die Kinder nicht mehr den 7 km langen Weg zur weiterführenden Schule in der Kreisstadt Toma zu Fuß oder bestenfalls mit dem Fahrrad zurücklegen müssen.

Diese Schule wird auch von zahlreichen Schülern/innen aus den Nachbarorten besucht.

Wir können jedoch mit großer Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass es diese beiden Errungenschaften in Sien heute noch nicht gäbe, wenn vorher nicht die Entwicklung erfolgt wäre, die durch die Partnerschaft der Gemeinden Sien und Aukrug ausgelöst worden ist.

10 Apr 2014

Hilfe bei schlechter Ernte (2012)

7000 € für Lebensmittel

Wegen zu geringer Regenfälle während der letzten Regenzeit gibt es nicht genügend Nahrungsmittel. Die Vorräte reichen nicht bis zur nächsten Ernte. In Kürze ist mit sehr großen Preissteigerungen zu rechnen, so dass die Einwohner von Sien keine Lebensmittel kaufen können. Mit den 7000 €, die der Partnerschaftsverein jetzt überwiesen hat, werden jetzt zu noch normalen Preisen Lebensmittel eingekauft, die später zu Preisen, die die Bevölkerung von Sien bezahlen kann, abgegeben werden.

Leider enthält das Regenrückhaltebecken auch kein Wasser mehr.

15 Sep 2012

Langjähriges Engagement von Rotary Neumünster – Vicelin

Besonders erwähnen möchten wir auch das große, immer wiederkehrende Engagement von Rotary Neumünster – Vicelin für die Bewohner von Sien im Rahmen unserer Vereinsarbeit.

3 bedeutende Projekte davon seien hier genannt:

– Die Förderung der Frauen- und Mädchenausbildung

– Ein Microkredit-Programm über 10000 Euro, mit dem Einwohnern in Sien ermöglicht wurde, unternehmerisch tätig zu werden, um neue wirtschaftliche Lebensgrundlagen zu schaffen. Das inzwischen komplett zurückgezahlte Geld wurde direkt einer Neuverwendung für ein Rinder-/Ochsenzuchtprojekt in Sien zugeführt.

– Projekt zur Förderung begabter Schüler und Auszubildender in Sien

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09 Apr 2012

Eine-Welt-Preis 2012

Unsere Partnerschaft hat den Eine-Welt-Preis 2012 der Nordelbischen Lutherischen Kirche erhalten.

Den Zeitungsartikel der Landeszeitung vom 19.02.2012 dazu befindet sich hier: “Eine-Welt-Preis” der Nordelbischen Kirche geht an Aukrug-Sien

23 Mrz 2012

2011 – 1193 Euro für die Schule von Sien

1193 Euro, diese Summe kann der Verein an die 2010 neu eröffnete Schule in Sien überweisen.

250 Euro steuerten die Kinder und Eltern der Aukrugschule zu dieser Spendensumme bei. Schulrektor Helmut Simon berichtet, das die Summe bei der Adventsfeier der Aukrugschule zusammen gekommen ist. Im Angebot waren neben Kerzenziehen, Kaffee und Kuchen, sowie ein Würstchenstand. Zusätzlich haben Eltern bei der Aufführung eines Theaterstückes Geld gespendet. Der Verein war mit einem Info- und Verkaufsstand an dem Adventsnachmittag vertreten. Die Erlöse lagen bei weiteren 200 Euro.

Neben den Erlösen des Adventsnachmittages sind in den Folgetagen weitere Spenden eingegangen.

Der Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf hat die Kollekte in Höhe von 332 Euro aus einem Kindergottesdienst am 24. Dezember in der Kirche zu Breitenberg zur Verfügung gestellt. Für diese Spende wurde ein besonderer Verwendungszweck vorgegeben. Sie sollte für die Schulspeisung in Sien eingesetzt werden. Der Entwicklungsverein von Sien kauft Hirse, Reis und Mais für das Mittagessen, das engagierte Eltern für bedürftige Kinder kochen. Die Attraktivität der Schule wird dadurch zusätzlich erhöht.

Von einer Aukruger Hochzeitsgesellschaft wurden 241 Euro gespendet und aus einem Schulprojekt einer Schülerin aus Moordiek weitere 170 Euro. Damit konnte die Schule sich eine ganze Reihe von Wünschen erfüllen. Ein spezieller Wunsch des Schulleiters war es zum Beispiel, das in den Klassenräumen Wasserbehälter angebracht werden, damit die Schüler die Gelegenheit bekommen, sich etwas zu trinken zu holen. Die Schule benötigte noch ein paar Regale und Aktenschränke. Die Lehrer wünschten sich zur Fortbildung, aktuelle pädagogische und didaktische Literatur.

Neben der Reparatur der defekten Wasserpumpe auf dem Schulhof, wurden in den neuen Schultoiletten weitere Wasserbehälter zum Händewaschen gebraucht.

Zu dieser Zeit wurden auch die Pläne angepackt, die 3 alten Lehrerwohnungen zu renovieren, sowie die alten Klassenräume an den Schulneubau anzupassen. Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen sind lohnenswerte und wichtige Investitionen. Ebenso die Sanierung der Wohnungen. Die Lehrer könnten sonst auf die Idee kommen, in andere Gemeinden abzuwandern.

21 Jan 2011

Regenrückhaltebecken – 2010 musste die Staumauer repariert werden

Branko wird mit Musik begrüsst.
Es war sehr Heiß.
Der Staudamm in der Regenzeit.
Baubesprechung
Beton für den Staudamm wird gemischt.
Bei Sandsturm sind die Arbeiten besonders schwierig.
Arbeiten bei Sandsturm
Garten in Sien
Die Früchte der Arbeit

Die Staumauer des Regenwasserrückhaltebeckens im Bereich des Überlaufs wurde durch sintflutartige Regenfälle in den Jahren 2008 und 2009 stark in Mitleidenschaft gezogen. 2008 brach in der Nachbarstadt Toma schon eine Staumauer. Die Flutwellen schwappten bis nach Sien und richteten auch dort Schäden an.

2009 gab es im September landesweit in Burkina Faso innerhalb von 10 Stunden bis zu 300 mm Regen. In der Hauptstadt Ouagadougou brachen Dämme von Regenwasserreservoiren. Es gab Hunderte von Toten. Auch in Sien stürzten zahlreiche Häuser (aus Lehm gebaut) ein.

Der Überlauf des Regenwasserrückhaltebeckens stand wieder sehr stark unter Druck. Er hielt stand – noch. Eine Schadensanalyse ergab, dass unbedingt vor der nächsten Regenzeit Anfang Juni 2010 Reparatur- und Verstärkungsarbeiten durchgeführt werden mussten.

Die Kosten beliefen sich auf ca. 11.000 € . Die burkinische Regierung war aufgrund der landesweiten katastrophalen Schäden finanziell überfordert. Unserem Verein gelang es aus der Rücklage, Mitteln der Gemeinde Aukrug und vielen einzelnen Spenden den erforderlichen Betrag aufzubringen.

Im Frühjahr 2010 fuhr Branko, der ja von Beruf Architekt ist, nach Sien, um bei der Sanierung des Staudammes die Freunde aus Sien zu beraten und die Arbeiten fachlich zu beobachten.

Branko hat ausführliche Berichte verfasst, die sich downloaden (PDF) lassen:

Brankos Reisebericht Nr. 1 vom 07.04.2010

Brankos Reisebericht Nr. 2 vom 13.04.2010

Brankos Reisebericht Nr. 3 vom 14.04.2010

Brankos Reisebericht Nr. 4 vom 25.04.2010

Brankos Reisebericht Nr. 5 Abschlussbericht vom 06.5.2010

07 Apr 2010

2009 – Neubau von 3 Klassenräumen und 3 Lehrerwohnungen

Nach dem erfolgreichen Abschluß des Staudammprojektes, war im Jahre 2008 der Ansporn groß, das nächste „Großprojekt“ zu verwirklichen.

Es war der Wunsch unserer Freunde in Sien, die Bildungssituation zu verbessern. Aktuell war es so, das sich 6 Schulklassen mit ungefähr 180 Schülern, 3 Klassenräume teilen mussten. Unterrichtet wurden sie von 3 Lehrern. So wurde geplant weitere 3 Klassenräume und 3 Lehrerwohnungen zu bauen, damit jede Schulklasse ihren eigenen Unterrichtsraum bekommt und 3 weitere Lehrer ins Dorf geschickt werden.

Das Projekt hat am Ende 69338 Euro, für die neue Schule samt Mobiliar gekostet. 13434 Euro konnte der Verein von dieser Summe selbst aufbringen. Das BMZ stellte Fördermittel in Höhe von 49000 Euro zur Verfügung und die Gemeinde Aukrug übernahm die restliche Summe in Höhe von 7500 Euro.

Im Dezember 2009 war das Schulgebäude kurz vor der Fertigstellung. Bei den noch nötigen Restarbeiten ergab sich ein kleines Problem. Der beauftragte Bauunternehmer kam kurz vor Vollendung des Projektes in Folge eines Autounfalles ums Leben. ADESI bemühte sich darum, mit dem Rechtsnachfolger des Unternehmers zu einer Vereinbarung zu kommen, um das Bauprojekt bis zum ausgemachten Termin Ende Februar 2010 zum Abschluß zu bringen.

Die neue Schulküche

 

 

Durch den Schulneubau hat sich die Bildungssituation in Sien enorm verbessert. Die Schüler werden heute von 6 Lehrern unterrichtet.

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31 Dez 2009

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