Unsere Projekte

Von einer ersten Idee, bis zum eigenen Honig

Joseph Toé aus unserer Partnergemeinde Sien hat erfolgreich einen Imker-Lehrgang belegt, der in Koudougou (ca. 100 Km von Sien weg) stattgefunden hat.

Schulung direkt am Bienenstock

Dazu viel Theorie

Attestation de formation (Schulungsnachweis)

Die Idee die Bienenhaltung in unserer Partnergemeinde anzuregen ist schon etwas älter. Honig stand in Sien auch schon vorher auf dem Speiseplan. Er wurde einfach bei wild lebenden Bienen abgeholt, was in Wirklichkeit aber nicht so einfach ist, wie es sich anhört. Wild lebende Bienen haben nun mal keine Bienenwaben, die zwischendurch gegen leere getauscht werden können. Reimer Reimers, der sowohl im Partnerschaftsverein als auch im Imkerverein den Vorsitz hat, versuchte bereits 2010 die Siener für das Projekt „Bienenhaltung, Honiggewinnung- und verkauf“ zu begeistern. 2010 initiierte der Rotary-Club Neumünster-Vicelin in Sien ein Mikrokreditprojekt. Das wären gute Voraussetzungen für den Start in die Bienenhaltung gewesen. Aber die Bevölkerung von Sien war damals noch nicht so weit und konnte sich so spontan nicht für das Projekt begeistern. Jetzt, 7 Jahre später, hat Joseph Toé den Schritt gewagt und sich zum ersten Imker Siens ausbilden lassen. In Folge dessen interessieren sich weitere Frauen und Männer für die Bienenhaltung. Vielleicht gibt es in ein paar Jahren auch in Sien einen eigenen Imkerverein. Da das Mikrokreditprojekt inzwischen abgeschlossen ist, wurde die Ausbildung von Joseph Toé durch eine 200-Euro Privatspende aus Aukrug gefördert.

Die Bienen sammeln den Nektar in Burkina Faso z.B. aus Stachelakazien. Die Bienen müssen mit dem auskommen, was in der Region wächst. In der Trockenzeit sind das überwiegend Büsche und Bäume.

 

 

 

27 Apr 2017

2016 – Sienbesuch in der Regenzeit – ein unvergessliches Erlebnis

Das neuste Projekt, die Krankenstation, ist Ende August eingeweiht worden. Eine sechsköpfige Delegation aus Aukrug war dabei.

Einzug der Delegation ins Dorf

Einzug der Delegation ins Dorf

Bereits vor vielen Jahren war in Sien der Wunsch ausgesprochen worden, eine Krankenstation vor Ort zu bauen, da die Wege nach Toma (Kreisstadt) als auch nach Zouma (Nachbardorf mit Krankenstation) in der Regenzeit fast unpassierbar sind.

Strasse während der Regenzeit

Strasse während der Regenzeit

Dies war lange Zeit nicht möglich, da der burkinische Staat einen Mindestabstand von einer Krankenstation zur anderen von zehn Kilometern festgelegt hatte. Bei Unterschreitung dieser Entfernung würden keine Pfleger bzw. Hebammen vom Staat bereitgestellt.

Neu gebaute Personalunterkunft

Neu gebaute Personalunterkunft

Nun ist diese Festlegung vor einigen Jahren heruntergesetzt worden. Dadurch wurde die Errichtung einer Krankenstation in Sien möglich. Die nun fertiggestellte Anlage umfasst zwei Behandlungsgebäude: eine Kranken- und eine Geburtsstation. Außerdem zwei Wohnhäuser für die Pfleger bzw. die Hebamme und separate Toiletten für die Patienten.

Finanziert wurde der Neubau mit Mitteln (75%) des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ), dem Partnerschaftsverein Aukrug-Sien e.V und durch Eigenleistung der Dorfbevölkerung. Neben dem Baugrundstück hat sich jede Familie in Sien vertraglich verpflichtet, einen gewissen Anteil an Baumaterial zu stellen.

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Bauvorbereitend wurde im Juni 2015 ein neuer Tiefbrunnen gebohrt, welcher zunächst die Baustelle mit Wasser versorgt hat. Jetzt wird der Brunnen als eigenständige Wasserquelle für die Krankenstation genutzt. Im Juli 2015 konnte dann der Hochbau des ersten Bauabschnittes begonnen werden. Zu unserer Überraschung konnte Branko Irek bei seinem Besuch im Dezember 2015 bereits den fertigen ersten Bauabschnitt inspizieren.

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Erster Bauabschnitt im Dezember 2015

Der Neubau erfolgte in etwas mehr als einem Jahr und bewegte sich innerhalb des vorher kalkulierten Kostenrahmens. Ursprünglich waren 2 Jahre Bauzeit berechnet worden, mit einer Eröffnung im Frühjahr/Sommer 2017. Umso mehr freut es uns, daß die Station zur diesjährigen Regenzeit bereits ihren Betrieb aufnehmen kann. Neben der Bevölkerung von Sien, profitieren auch die Nachbargemeinden Niéme, Nyon, Siépa und Goa von der Krankenstation. Zusammen sind das zirka 3-4000 Menschen.

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Die Ausstattung und die medizinischen Geräte der Station wurden von Rotariern gestiftet. Beteiligt haben sich der Rotary Club Neumünster-Vicelin, Deutschland, der Rotary Club Bobo-Dioulasso, Burkina Faso, der Rotary Distrikt 1890, Deutschland, der Rotary Distrikt 9101, Westafrika, sowie die Rotary Foundation, International.

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Der neue Fuhrpark der medizinischen Station.

Im Rahmen der Eröffnungsfeierlichkeiten wurde eine Infotafel an einem der Gebäude angebracht, die an die erfolgreiche Zusammenarbeit der verschiedenen Rotary-Clubs erinnern soll.

Mit dem Rotary Club Neumünster-Vicelin verbindet uns eine lange erfolgreiche Zusammenarbeit. Der Club hat sich schon an mehreren großen Projekten finanziell beteiligt, wie z.B. dem Regenwasserrückhaltebecken und der Erweiterung der Schule in Sien. Mit Erfolg wird auch seit Jahren die Berufsausbildung Siener Schüler durch Stipendien gefördert.

Zur Einweihung waren – neben den Besuchern aus Deutschland – viele Prominente geladen. Das fing bei der ehemaligen Botschafterin Sophie Sow an und ging bis zu einem Abgesandten des Gesundheitsministeriums. So wurde dann auch das Band vor der Tür zur Krankenstation von vielen Menschen durchschnitten, der Vorsitzende der Partnerschaft Aukrug-Sien e.V. mittendrin. Das war für alle Delegationsteilnehmer ein denkwürdiger Augenblick.

Feierliche Eröffnung der Geburts- und Krankenstation. Ein bewegender Moment.

Feierliche Eröffnung der Geburts- und Krankenstation. Ein bewegender Moment.

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Botschafterin Sophie Sow bei Ihrer Ansprache anlässlich der Einweihung der neuen Geburts- und Krankenstation

 

Außer diesem Höhepunkt gab es für die Delegation noch vielerlei Begegnungen mit Gruppierungen und Einzelpersonen, die beeindruckend waren. So wurde wieder die Gruppe der Aidskranken besucht. Diese Menschen haben sich zusammengetan, um über ihre Krankheit zu informieren und die Schwellenangst für den Besuch eines Arztes und die Erstellung einer Diagnose zu verringern. Es ist heute möglich, mit den dementsprechenden Medikamenten, als HIV-positiv eingestufter Mensch ein „fast“ normales Leben zu führen. Sogar die Chance, gesunde Kinder zu gebären ist sehr sehr hoch. Allerdings muss man dafür den Mut haben, sich zu der Krankheit zu bekennen.

Besuch bei der AIDS-Selbsthilfegruppe, welche unermüdlich Aufklärungsarbeit leistet und den Betroffenen mit Rat zur Seite steht

Besuch bei der AIDS-Selbsthilfegruppe, welche unermüdlich Aufklärungsarbeit leistet und den Betroffenen mit Rat zur Seite steht

Auch das Regenwasserrückhaltebecken wurde von der Delegation aufgesucht. Es war randvoll, da Regenzeit herrschte. Daher war es auch überall grün und gar nicht so staubig, wie bei den vorangegangenen Besuchen.

Das gut gefüllte Regenrückhaltebecken.

Das gut gefüllte Regenrückhaltebecken.

Sattes Grün, so weit das Auge reicht. So zu sehen, nur in der Regenzeit.

Sattes Grün, so weit das Auge reicht. So zu sehen, nur in der Regenzeit.

Insgesamt haben alle Teilnehmer der Reise wieder einmal vielerlei Eindrücke aus Sien mitgebracht, und es hat wertvolle Denkanstöße für die weitere Vereinsarbeit gegeben. Es ist schön zu sehen, dass es möglich ist, selbst mit manchmal kleinen Dingen die Lebensqualität von so vielen Menschen zu verbessern. Die Regierung Burkina Fasos hat schon vor einigen Jahren die gute Entwicklung der Region anerkennend gewürdigt und kurzerhand einen Stromanschluss ins Dorf legen lassen. Ein nachhaltiger Schritt, der viele neue Möglichkeiten eröffnet hat.

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15 Okt 2016

Bilder zur Kranken- und Geburtsstation (Bauphase)

 

26. August 2016
Im Beisein einer Aukruger Delegation wurde die neue Geburts- und Krankenstation eingeweiht.
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Branko Irek montiert eine Infotafel.

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Ein bunter Gruß aus Aukrug als Wandschmuck.

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Zu festlichen Anlässen…

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…werden schonmal Zelte als Sonnenschutz aufgestellt.


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Selbstverständlich gab es ein Band zum durchschneiden.

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Der neue Fuhrpark der Geburts- und Krankenstation.

 

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20. Mai 2016

Bau der Geburtsstation, den dazugehörigen Toiletten und dem zweiten Wohnhaus für die Krankenpfleger, bzw. Hebammen.

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15. April 2016

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25. März 2016
Die Bauarbeiten an der Geburtsstation haben begonnen. Paré Prosper hat uns neue Bilder von der Baustelle geschickt.

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07. November 2015

Aus Sien gibt es sehr gute Nachrichten. Das Gebäude der Krankenstation und der ersten Wohnung für die Pfleger, sowie der Toiletten ist weitestgehend fertig gestellt.

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Das Toilettenhäuschen

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Die Pflegerwohnung

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27. Oktober 2015
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Der neue Brunnen wurde zum Schutz mit einer Wand umgeben.

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Aus technischen Gründen wurden die Steine für die Geburtsstation bereits hergestellt. Ausserhalb der Regenzeit müssten die Steine eine zeitlang täglich befeuchtet werden, was sehr viel Aufwand bedeuten würde.

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Die Unterkunft für das Pflegepersonal.

25. September 2015

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September 2015
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Gründungsarbeiten für die Toiletten.

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August 2015

Presseartikel Landeszeitung vom 07.08.2015: In Sien haben die Bauarbeiten begonnen

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Juli 2015

Das Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hat die ersten Fördergelder überwiesen, so das mit dem Bau der Gebäude jetzt begonnen werden konnte. Die Arbeiten kommen gut voran. Ende des Jahres soll der erste Bauabschnitt fertigestellt sein. Branko Irek (2. Vorsitzender), Bauingenieur und Architekt wird dann nach Sien reisen und die Baustelle inspizieren.

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Prosper Paré, Vorsitzender von ADESI präsentiert die neue Tiefbrunnenpumpe für die Krankenstation.

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Juni 2015

Jean Baptiste So hat uns aus Sien die ersten Fotos von der Baustelle zukommen lassen. Es wurde damit begonnen, den Brunnen zu bohren. Wasser ist später für die weiteren Baumaßnahmen unentbehrlich, daher wurde der Brunnenbau an erste Stelle gesetzt. Es handelt sich dabei um einen Tiefbrunnen, der Wasser aus 56m Tiefe fördert.
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Mai 2015

Presseartikel Landeszeitung vom 18.05.2015: Aukruger erhalten grünes Licht…

25 Mrz 2016

Bau einer Kranken- und Geburtsstation

Eine medizinische Notfallversorgung gibt es nicht in Sien. Die Krankenstation im Nachbardorf ist 6 km entfernt. In der Regenzeit ist sie aber auf direktem Weg nicht zu erreichen.

Deshalb ist die Regierung bereit, in Sien eine Krankenstation zu genehmigen. Dazu muss das Dorf die erforderlichen Gebäude bauen und später auch unterhalten. Das erforderliche Personal, zwei Krankenpfleger, wird von der Regierung geschickt. Einen Arzt gibt es in der Regel nicht in den Krankenstationen.

Das ist ein sehr umfangreiches Projekt, vergleichbar mit dem Bau der Schule. Mit den Erfahrungen aus der Verwirklichung früherer Projekte soll es jetzt in Angriff genommen werden. Wir rechnen mit einer Dauer von drei bis vier Jahren.

Nach den neuesten Berechnungen und Plänen, wird das Kostenvolumen des Projektes bei ungefähr 105.000 Euro liegen. In dieser Berechnung noch nicht berücksichtigt, sind die Ausstattung und Möblierung.

Update August 2014:

Die Planungen für dieses Projekt sind inzwischen weit fortgeschritten. Wir haben der Organisation ADESI (der Partnerschaftsverein in Sien) eine vorläufige Finanzierungszusage erteilt, da diese vor Ort benötigt wird, um Genehmigungen für das Projekt zu erhalten. Über bengo (Beratungsstelle für private Träger in der Entwicklungszusammenarbeit) wurde das Projekt beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung vorangemeldet, um für 2015 Fördermittel zu beantragen. Der entgültige Antrag wird in Kürze eingereicht, da es 3-4 Monate dauern kann, bis der Antrag bearbeitet und  bewilligt wird. Welcher Prioritätenkategorie unser Antrag zugeordnet wurde, erfahren wir spätestens Anfang November.

Vom 20.-31. Oktober reist eine 6-köpfige Delegation nach Sien. Neben dem Treffen langjähriger Freunde, wird zusammen mit der Dorfbevölkerung das Jubiläum gefeiert werden. Der Aufenthalt soll aber auch für eine Detailbesprechung des Projektes genutzt werden.

Hella Kohlmeyer hat sich die Krankenstation im Nachbardorf angesehen. Dazu gehören ein Haus für die Notfallversorgung, ein Haus für Entbindungen, ein Lagerhaus für Medikamente und medizinische Hilfsmittel und ein Wohnhaus für die Pflegekräfte.

Unten sind Bilder der Krankenstation, die Hella sich angesehen hat.

Station für die Notfallversorgung
Entbindungsstation
Lager für Medikamente
Wohnhaus für Krankenpfleger
Ein Baby wird gewogen
Die Länge eines Babys wird gemessen

16 Apr 2014

Hilfe bei schlechter Ernte (2012)

7000 € für Lebensmittel

Wegen zu geringer Regenfälle während der letzten Regenzeit gibt es nicht genügend Nahrungsmittel. Die Vorräte reichen nicht bis zur nächsten Ernte. In Kürze ist mit sehr großen Preissteigerungen zu rechnen, so dass die Einwohner von Sien keine Lebensmittel kaufen können. Mit den 7000 €, die der Partnerschaftsverein jetzt überwiesen hat, werden jetzt zu noch normalen Preisen Lebensmittel eingekauft, die später zu Preisen, die die Bevölkerung von Sien bezahlen kann, abgegeben werden.

Leider enthält das Regenrückhaltebecken auch kein Wasser mehr.

15 Sep 2012

Regenrückhaltebecken – 2010 musste die Staumauer repariert werden

Branko wird mit Musik begrüsst.
Es war sehr Heiß.
Der Staudamm in der Regenzeit.
Baubesprechung
Beton für den Staudamm wird gemischt.
Bei Sandsturm sind die Arbeiten besonders schwierig.
Arbeiten bei Sandsturm
Garten in Sien
Die Früchte der Arbeit

Die Staumauer des Regenwasserrückhaltebeckens im Bereich des Überlaufs wurde durch sintflutartige Regenfälle in den Jahren 2008 und 2009 stark in Mitleidenschaft gezogen. 2008 brach in der Nachbarstadt Toma schon eine Staumauer. Die Flutwellen schwappten bis nach Sien und richteten auch dort Schäden an.

2009 gab es im September landesweit in Burkina Faso innerhalb von 10 Stunden bis zu 300 mm Regen. In der Hauptstadt Ouagadougou brachen Dämme von Regenwasserreservoiren. Es gab Hunderte von Toten. Auch in Sien stürzten zahlreiche Häuser (aus Lehm gebaut) ein.

Der Überlauf des Regenwasserrückhaltebeckens stand wieder sehr stark unter Druck. Er hielt stand – noch. Eine Schadensanalyse ergab, dass unbedingt vor der nächsten Regenzeit Anfang Juni 2010 Reparatur- und Verstärkungsarbeiten durchgeführt werden mussten.

Die Kosten beliefen sich auf ca. 11.000 € . Die burkinische Regierung war aufgrund der landesweiten katastrophalen Schäden finanziell überfordert. Unserem Verein gelang es aus der Rücklage, Mitteln der Gemeinde Aukrug und vielen einzelnen Spenden den erforderlichen Betrag aufzubringen.

Im Frühjahr 2010 fuhr Branko, der ja von Beruf Architekt ist, nach Sien, um bei der Sanierung des Staudammes die Freunde aus Sien zu beraten und die Arbeiten fachlich zu beobachten.

Branko hat ausführliche Berichte verfasst, die sich downloaden (PDF) lassen:

Brankos Reisebericht Nr. 1 vom 07.04.2010

Brankos Reisebericht Nr. 2 vom 13.04.2010

Brankos Reisebericht Nr. 3 vom 14.04.2010

Brankos Reisebericht Nr. 4 vom 25.04.2010

Brankos Reisebericht Nr. 5 Abschlussbericht vom 06.5.2010

07 Apr 2010

2009 – Neubau von 3 Klassenräumen und 3 Lehrerwohnungen

Nach dem erfolgreichen Abschluß des Staudammprojektes, war im Jahre 2008 der Ansporn groß, das nächste „Großprojekt“ zu verwirklichen.

Es war der Wunsch unserer Freunde in Sien, die Bildungssituation zu verbessern. Aktuell war es so, das sich 6 Schulklassen mit ungefähr 180 Schülern, 3 Klassenräume teilen mussten. Unterrichtet wurden sie von 3 Lehrern. So wurde geplant weitere 3 Klassenräume und 3 Lehrerwohnungen zu bauen, damit jede Schulklasse ihren eigenen Unterrichtsraum bekommt und 3 weitere Lehrer ins Dorf geschickt werden.

Das Projekt hat am Ende 69338 Euro, für die neue Schule samt Mobiliar gekostet. 13434 Euro konnte der Verein von dieser Summe selbst aufbringen. Das BMZ stellte Fördermittel in Höhe von 49000 Euro zur Verfügung und die Gemeinde Aukrug übernahm die restliche Summe in Höhe von 7500 Euro.

Im Dezember 2009 war das Schulgebäude kurz vor der Fertigstellung. Bei den noch nötigen Restarbeiten ergab sich ein kleines Problem. Der beauftragte Bauunternehmer kam kurz vor Vollendung des Projektes in Folge eines Autounfalles ums Leben. ADESI bemühte sich darum, mit dem Rechtsnachfolger des Unternehmers zu einer Vereinbarung zu kommen, um das Bauprojekt bis zum ausgemachten Termin Ende Februar 2010 zum Abschluß zu bringen.

Die neue Schulküche

 

 

Durch den Schulneubau hat sich die Bildungssituation in Sien enorm verbessert. Die Schüler werden heute von 6 Lehrern unterrichtet.

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31 Dez 2009

2008 – 2013 – Eine Bilanz

2008

2000 Euro für die Steine (Herstellung im Dorf) für den Schulneubau

2000 Euro für Barrage-Unterhaltungsarbeiten

2000 Euro für Fortsetzung des Gartenbauprojektes

15000 Euro für den Neubau von 3 Klassenräumen und 3 Lehrerwohnungen mit Nebengebäuden

1900 Euro für zusätzliche Barrage-Schutzmaßnahmen

300 Euro für die Ausbildung im Bereich Gartenbau

24502 Euro für den Neubau von Klassenräumen und Lehrerwohnungen

2009

1800 Euro für den Ersatz einer kaputten mechanischen Pumpe

24502 Euro für den Neubau von Klassenräumen und Lehrerwohnungen

1300 Euro Reinerlös Sportfest für die Jugend von Sien

2000 Euro für jährliche Barrage-Unterhaltungsarbeiten

4600 Euro für Mobilar für 3 Klassenräume

2010/11

11700 Euro für Sanierung Barrage-Überlauf

1400 Euro für die Förderung der Schule und des Unterrichts

2012

7000 Euro für Lebensmittelhilfe zur Abwendung einer drohenden Hungersnot

7650 Euro zur Finanzierung des Besuchs einer Gruppe von 4 Jugendlichen u. einer Begleitperson in Aukrug

1400 Euro Hellas Einjahresbesuch in Sien und Sammel/Spendenaktion für Schülerbücherei und Lernmittel

2013

1203 Euro Restfinanzierung des Besuchs einer Gruppe von 4 Jugendlichen u. einer Begleitperson

2750 Euro Rotary-Stipendium für 6 begabte Gymnasiasten und Berufsschüler/innen

In 19 Jahren wurden Aktionen und Projekte mit einer Gesamtsumme von 281.021 Euro gefördert und umgesetzt.

31 Dez 2008

2002 – 2007 – Eine Bilanz

2002

2550 Euro für Einzäunungen, Toilettensanierung und Reparatur einer Pumpe

1500 Euro für Frauen- und Mädchenförderung / Ausbildung

2003

2650 Euro für Hirsefonds, wegen einer Missernte im Jahr 2002

800 Euro für verschiedene Einrichtungen Siens im Rahmen eines Erwachsenenbesuchs im März

390 Euro für Planungskosten des Regenwasserrückhaltebeckens

6040 Euro als Zuschuss für einen Schülerbesuch aus Aukrug in Sien im Oktober

500 Euro zur Förderung der Frauen und Mädchen in Sien

300 Euro für die Schule in Sien

20000 Euro für das Projekt Regenwasserrückhaltebecken im Dezember

2004

29000 für das Projekt Regenwasserrückhaltebecken (März)

2005

17500 Euro für das Projekt Regenwasserrückhaltebecken (Januar)

2000 Euro für den Hirsefonds, wegen einer Missernte Ende 2004 (Januar)

8000 Euro für das Projekt Regenwasserrückhaltebecken (März)

6000 Euro als Nahrungsmittelhilfe für Sien (August)

1000 Euro von der Aukrugschule, für Schulspeisung in Sien

4000 Euro für Staudammbau und Gartenbauausbildung

2000 Euro für die Schule in Sien, für Lehr- und Lernmittel

1100 Euro von Reisegruppe für Einweihungsfeier Barrage

2006

2000 Euro für Barrage-Unterhaltungsarbeiten

1000 Euro als Zuschuss für Geflügelzüchter

2007

2000 Euro für Barrage-Unterhaltungsarbeiten

450 Euro für die Schule in Sien

1200 Euro für Siens Jugend (Reinerlös Sportfest)

1600 Euro für den Start des Gartenbauprojektes

31 Dez 2007

Regenwasserrückhaltebecken (2004/05)

Nach mehrjähriger Vorplanung (schon 1994 tauchen Staudammplanungskosten im Rechenschaftsbericht des Vereins auf) wurde Weihnachten 2003 endlich der praktische Teil in Angriff genommen und mit dem Bau begonnen. Das ganze Dorf und Einwohner aus den Nachbarsiedlungen sind an den Arbeiten beteiligt.

Leider erwies sich der betonharte Boden nicht gerade als Baufreudig, so das die Arbeiten nur langsam voran gekommen sind. Entgültig zum Erliegen ist die Baustelle durch den ungewöhnlich frühen Beginn der Regenzeit 2004 gekommen. Glücklicherweise ist der Regenwasserüberlauf noch rechtzeitig fertig betoniert worden. Die Arbeiten am Dammkörper konnten allerdings erst nach dem Ende der Regenzeit fortgesetzt werden. Das Regenrückhaltebecken umfasst eine Fläche von ca. 30 Hektar. Nach der detailierten Abrechnung stand fest, dass das komplette Staudammprojekt mit 87369 Euro zu Buche geschlagen hat. 37500 Euro der Summe konnte der Verein beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit einwerben. 3600 Euro kamen vom Umweltkontor Nord und 7500 Euro von der Gemeinde Aukrug. 25900 Euro konnte der Verein aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden beisteuern, was eine Gesamtsumme von 74500 Euro ergibt. Der Eigenanteil der Bewohner von Sien liegt somit bei 11266 Euro. Was zunächst nach nicht viel klingt, muss man allerdings anders bemessen. Die Kosten für die Tagesleistung eines afrikanischen Arbeiters, wird mit gerade mal 1,14 Euro angesetzt. Hochgerechnet auf deutsche Verhältnisse, würde man auf einen Eigenanteil von rund 300000 Euro kommen, was eine enorme Eigenleistung ausmacht. Vor allem, wenn man bedenkt, das unter schwierigsten Bedingungen gebaut wurde. Die Böden sind Betonhart und in der Region liegt die Temperatur weite Teile des Jahres über 40°C.

Offiziell Eingeweiht wurde der Staudamm, mit einer Extra angereisten Aukruger Delegation am 26.12.2005

Der Grundwasserspiegel rund um Sien wurde bereits 2005 erheblich angehoben. Nachdem die letzten 40 Jahre der Wasserstand in den Dorfbrunnen nur noch gesunken war, steigt er jetzt erstmals an. Der Gouverneur der 6 Provinzen les Bales, Banwa, Kossi, Mouhon, Sourou und Nayala hat persönlich das Dorf besucht und sich den Staudamm zeigen lassen.

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19 Mai 2005

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