Das „landwirtschaftliche“ Jahr in Sien

In Sien gibt es nur 2 Jahreszeiten. Die Winter-, oder auch Regenzeit, sowie die Trockenzeit. Wenn die Bewohner von einem neuen Jahr sprechen, beziehen sie sich dabei auf den landwirtschaftlichen Kalender. Das Ende der Ernten markiert den Beginn eines neuen Jahres.

Oktober – Mitte Dezember

Zeit der Ernten. Schon im Laufe des Oktobers werden die ersten Felder für das nächste Jahr vorbereitet

Mitte Dezember

Beginn der Trockenzeit. Die Bauern beenden die Ernte.

April – Mai

Die Urbarmachung der Felder beginnt. Sie werden für die kommende Aussaat vorbereitet. Der Busch wird gerodet.

Juni – Mitte Juli

Die Aussaat beginnt. Bis Mitte Juli müssen alle Busch- und Hirsefelder ausgesät sein. Die Saat keimt nach und nach. Ab diesem Zeitpunkt müssen die Bauern die Aktivitäten der Viehzucht mit denen der Landwirtschaft unter einen Hut bringen.

 Mitte Juli – Ende Juli

Es ist immer noch die Anfangsphase des Kultivierens nach der Aussaat. Besonders dort, wo die Saat nicht ausgetrieben hat, setzen die Bauern ihre Bemühungen fort.

Ende Juli – Mitte August

Das Ende der Aussaat.

Mitte August – September

Eine neue Phase der Feldbestellung beginnt. Die Felder müssen überpflügt werden und die länger gewordenen Halme der Hirse müssen wieder mit Erde bedeckt werden, damit sie für die Ernte gute Ähren ausbilden können.

September – Oktober

Zeit der Reifung der Ähren. Besonders die Hirse bedarf in dieser Zeit einer konstanten Überwachung, um sie vor räuberischen Tieren, wie Affen oder Vögeln zu schützen.

Jahreszyklus

Über die landwirtschaftlichen Tätigkeiten hinaus, umfasst der Jahreszyklus des Dorfes Zeiten großer Feste. Neben den Feiertagen, die auch wir kennen, wie Weihnachten und Ostern, gibt es in Sien eine Reihe weiterer Feste, wie z.B. dem „Fest der neuen Hirse“.

Was Beginn und Ende angeht,  ist der Jahreszeiten-Zyklus religiösen und rituellen Festen unterworfen.

 

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