Sicherheitslage in Burkina Faso + Update

+++ Update +++

Der Ministerrat hat am 31.12.2018 für einige Provincen in Burkina Faso den Ausnahmezustand ausgerufen. In der Region Boucle du Mouhoun, in der auch Sien liegt, sind die nördlich und nordwestlich von Sien gelegenen Provincen Kossi und Sourou betroffen.

Was bedeutet das?

In den Regionen, in denen der Ausnahmezustand ausgerufen wurde, können die Reisemöglichkeiten eingeschränkt werden. Darüber hinaus können Ausgangssperren verhängt werden, sowie kann es jederzeit zu Hausdurchsuchungen kommen.

Seit 2015 haben die Angriffe der Terrorgruppen bereits mehr als 270 Todesopfer gefordert.

Weitere Informationen zum Beschluß des Ministerrates:

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Sicherheitslage in Burkina Faso

Für einige Teile von Burkina Faso wurden vom Auswärtigen Amt Reisewarnungen herausgegeben.

Seit einigen Jahren kommt es insbesondere in den Grenzregionen immer wieder zu terroristischen Anschlägen und Auseinandersetzungen mit Sicherheitskräften. Mehrfach kam es auf Überlandstraßen auch zu Überfällen und Entführungen.

Die Region um unsere Partnergemeinde ist bisher glücklicherweise von Terror und Kriminalität weitesgehend verschont geblieben. Allerdings kam es auch in der Hauptstadt Ouagadougou mehrfach zu Zwischenfällen.

Für 2019 ist eigentlich eine Reise nach Sien geplant. Der Vorstand hat beschlossen, die Sicherheitslage im Auge zu behalten. Im Frühjahr soll dann geprüft werden, ob 2019 eine Reise nach Burkina Faso gefahrlos für alle Teilnehmer möglich ist. Die Sicherheitsbehörden in Burkina Faso versuchen die Probleme in den Griff zu bekommen.

Die Planung und Durchführung von Projekten wäre auch ohne die Reise nicht gefährdet.


Landesspezifische Sicherheitshinweise – Teilreisewarnung

Terrorismus/Entführungen
Vor Reisen in folgende Regionen bzw. Provinzen wird gewarnt:
– Sahel im Norden und das Grenzgebiet zu Mali im Westen Burkina Fasos
(Provinzen Soum, Oudalan und Seno, Loroum, Yatenga, Sorou, Kossi und Kenedougou)
– Provinzen Houet (westlich der Stadt Bobo-Dioulasso) und Comoe (westlich der Städte Banfora und Niangoloko)
– Östliche und südöstliche Provinzen (Provinzen Gnagna, Yagha, Komandjari und Tapoa in Richtung Niger sowie Provinzen Gourma, Koulpelogo und Kompeinga in Richtung Benin und Togo, mit Ausnahme des Stadtgebiets von Fadan’Gourma)
In den östlichen und südöstlichen Provinzen ist es in letzter Zeit mehrfach zu terroristischen Anschlägen, bzw. Auseinandersetzungen zwischen terroristischen Zellen und Sicherheitskräften gekommen.
Nach Anschlägen auf von westlichen Staatsbürgern frequentierte Hotels und Restaurants in der Hauptstadt Ouagadougou seit 2016 wurden zuletzt am 2. März 2018 die französische Botschaft und das Hauptquartier der burkinischen Armee in Ouagadougou von aus Mali gesteuerten Terroristen angegriffen. Es kam zu Schusswechseln und Explosionen mit mehreren Todesopfern.
Zuvor wurden im Januar 2016 und August 2017 Anschläge auf auch bei Ausländern beliebte Restaurants bzw. ein Hotel im Zentrum von Ouagadougou verübt, die zahlreiche Todesopfer und Verletzte forderte.
Reisende werden gebeten, besonders vorsichtig zu sein, vor allem in der Innenstadt von Ouagadougou und diese nach Möglichkeit nachts zu meiden. Den Anweisungen von Sicherheitskräften ist unbedingt Folge zu leisten.

Sollten Reisen (aus dienstlichen oder humanitären Gründen) unausweichlich sein, sollten diese ausschließlich nach Kontaktaufnahme mit der Polizei und/oder Gendarmerie dieser Orte am besten mit bewaffneter Eskorte durchgeführt werden.
Von nicht notwendigen Reisen in andere Landesteile von Burkina Faso wird abgeraten.
Reisenden in Burkina Faso wird empfohlen, Menschenansammlungen wie zum Beispiel Demonstrationen und Festivals sowie besonders exponierte Plätze, die häufig von Ausländern frequentiert werden, weiträumig zu meiden und die örtliche Medienberichterstattung (vor allem Radio) aufmerksam zu verfolgen. Dies gilt insbesondere für die urbanen Zentren.

In den nordafrikanischen und den südlich an die Sahara grenzenden Ländern besteht eine erhöhte Gefahr terroristischer Gewaltakte, gezielter Entführungen und krimineller Übergriffe.
Deutlich erhöhte Anschlags- und Entführungsrisiken bestehen u.a. für Ziele, an denen regelmäßig westliche Staatsangehörige verkehren. In einigen Gebieten, insbesondere in der Sahel-Sahara-Region, sind Sport- und Kulturveranstaltungen wie Wüsten-Rallyes oder Musikfestivals mit erheblichen Anschlags- und Entführungsrisiken verbunden.

Kriminalität
Seit mehreren Jahren kommt es in Burkina Faso auf Überlandstraßen immer wieder zu bewaffneten Überfällen. Der Osten und Südosten des Landes waren in den vergangenen Jahren besonders betroffen. Mehrere derartige Vorfälle kamen auch im Südwesten vor. Bei Überlandreisen wird generell, besonders aber in vorgenannten Regionen, zu erhöhter Vorsicht geraten.
Selbst Fahrten bei Tageslicht und im Konvoi bieten nur einen begrenzten Schutz. Von Nachtfahrten wird dringend abgeraten.
Auch in der Hauptstadt Ouagadougou nimmt die Kleinkriminalität zu. Während Großveranstaltungen ist mit einer Zunahme solcher Delikte zu rechnen. Auffälliger Schmuck, Uhren, Kameras und Brieftaschen/Geldbörsen sollten möglichst nicht sichtbar getragen werden. In jüngster Vergangenheit kam es beim Handtaschenraub zum Gebrauch von Stichwaffen. Auf das Tragen von Handtaschen sollte daher ganz verzichtet werden.
In letzter Zeit kam es in Ouagadougou mehrfach zu fingierten Verkehrsunfällen mit anschließenden Forderungen nach Geld zwecks Behandlung von angeblichen Verletzungen oder Reparaturen sowie zu provozierten Autopannen mit Diebstahl während der vorgeblichen Hilfsmaßnahmen. Bei Verkehrsunfällen sollte immer Polizei oder Gendarmerie hinzugezogen werden. Dies gilt auf jeden Fall bei Personenschäden.
Zunehmend werden in Ouagadougou auch bei vergleichsweise harmlosen Verkehrsunfällen Menschenansammlungen und nachfolgend teilweise gewalttätige Ausschreitungen beobachtet. Es empfiehlt sich, in solchen Situationen unbedingt Ruhe zu bewahren und schnellstmöglich die örtlichen Sicherheitskräfte zu verständigen. Die zentrale Notrufnummer lauten landesweit 17 und 1010.

Krisenvorsorgeliste
Deutschen Staatsangehörigen wird dringend empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen.

Quelle: Auswärtiges Amt

Der vollständige (regelmässig aktualisierte) Text ist nachzulesen beim Auswärtigen Amt: Reise- und Sicherheitshinweise

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